SCHWIERIGKEITSGRADE am Klettersteig

Die meisten Klettersteige sind eine Kombination der verschiedenen Schwierigkeitsstufen.
Bei schlechtem Wetter, Regen, Schnee und Vereisung werden auch leichte Klettersteige extrem schwierig.
 

Die größte Hürde gilt es zumeist beim Einstieg zu nehmen. Das ist bewusst so gestaltet, um die eigenen Fähigkeiten rechtzeitig auszuloten.

 

Das Terrain selbst geht in die Bewertung wenig ein. Die Vielfalt der Natur – Kalk, Urgestein, Grasnarben, Steinschlag-Gefahr usw. – lassen sich nicht kategorisieren. Notausstiege und Umgehungsmöglichkeiten sind Varianten, die bei guter Planung auch weniger Geübten entgegenkommen.

 

Sportklettersteige und alpine lassen sich auch hinsichtlich der Schwierigkeitsgrade nicht über einen Kamm scheren. Spaß machen beide Varianten! Bei Sportklettersteigen entfallen meist aufwendige Zu- und Abstiege, weil in Talnähe gelegen. Damit kann von Fall zu Fall das Gepäck auf ein Minimum eingeschränkt werden.

 

In der Gruppe lassen sich schwierige Stellen durch zusätzliche Sicherung und Hilfe meistern. Zusätzliche (lange) Bandschlingen oder ein kurzes Seil sind von Vorteil. Beachten Sie, dass diese erweiterte Sicherung Zeit kostet!


 

Neben dem Klettersteigset ist eine zusätzliche, kurze Bandschlinge mit Klettersteig- oder Schnappkarabiner mit weiter Öffnung, zum kurzen Einhängen und Ausrasten (der Arme) an kniffeligen Stellen nützlich.

A | LEICHT

Wege, Zustieg, Abstieg

Einfach, kritische Passagen gesichert, gut markiert.
Gelände Ausreichend Griffe und Tritte, wenig steil, nur kurze, ausgesetzte Stellen. Begehung wäre meist auch ohne Sicherung möglich.
Sicherung Drahtseil, Ketten, Leitern, Brücken, Eisenklammern, Tritthilfen in einer Kombination, die ein sicheres, wenig anstrengendes Klettern erlauben.
B| EINFACH bis MITTEL SCHWIERIG

Wege, Zustieg, Abstieg

Einfach bis alpin, ausgesetzte Stellen gesichert, gut markiert
Gelände Flaches und steiles Terrain im Wechselspiel. Anstrengende und kraftraubende Passagen wechseln sich mit leichten, erholsamen ab. Gute Stand- und Rastplätze.
Sicherung Drahtseil, Leitern, Brücken, Eisenklammern, Tritthilfen in einer Kombination, die gegenüber dem Grad A mehr Körperbeherrschung verlangt.
C| SCHWIERIG

Wege, Zustieg, Abstieg

Alpin, Trittsicherheit und Orientierungsvermögen sind Voraussetzung.
Gelände Steiles Terrain, ausgesetzte Passagen und senkrechten Stellen. Tritte und Griffe sind klein.  Anstrengende und Kraft raubende Passagen sind die Regel.
Sicherung Drahtseil, Leitern, Brücken, sparsamer Einsatz von Eisenklammern und Tritthilfen. Die Kombination erfordert mehr Kraft und Mut.
D| SEHR SCHWIERIG

Wege, Zustieg, Abstieg

Alpin, Trittsicherheit und Orientierungsvermögen sind Voraussetzung. Kurze Freikletterstellen leichten Grades ohne Sicherungsmöglichkeit können vorkommen.
Gelände Felsgelände extrem! Ausgesetzt, überhängende Stellen. Anstrengende und kraftraubende Passagen sind die Regel. Nur für erfahrene KlettersteiglerInnen.
Sicherung Drahtseil, Leitern, Brücken, kaum Eisenklammern und Tritthilfen. Auch schwierige Stellen sind oft nur mit dem Drahtseil gesichert.
E | EXTREM SCHWIERIG

Wege, Zustieg, Abstieg

Alpin, Trittsicherheit und Orientierungsvermögen sind Voraussetzung. Kurze Freikletterstellen leichten Grades ohne Sicherungsmöglichkeit können vorkommen.
Gelände Felsgelände extrem! Ausgesetzt, überhängende Stellen. Gespickt mit  anstrengenden und kraftraubenden Passagen. Nur für erfahrene, gut trainierte KlettersteiglerInnen.
Sicherung Meist nur durchgehendes Drahtseil, kaum Leitern und Brücken. Tritthilfen nur in Ausnahmefällen. Selten Notausstiege.